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#QuerDurchDieWelt
Videoanalyst Mousa El Habchi verwirklicht seinen Fußballtraum
Der in Temse geboren und aufgewachsene Mousa El Habchi hat seine Leidenschaft zu seinem Beruf gemacht. Ist das nicht das Schönste, was es gibt? Als junger Fußballspieler träumte er davon, ganz nach oben zu kommen. Auf dem Spielfeld stellte sich das als nicht so einfach heraus und so fand er einen anderen Weg: die Videoanalyse. Diese Videoanalyse brachte ihn schließlich nach Marokko, wo er zusammen mit seinem Kollegen Harrison Kingston den Trainer der Nationalmannschaft als Videoanalyst unterstützt.
Wie alles begann
Mousas Eltern zogen von Marokko nach Belgien. Auf Empfehlung seines älteren Bruders begann Mousa bei Temse Fußball zu spielen. Als kleiner Junge wollte er wie Messi werden, doch das war schwerer als gedacht. Er musste also einen anderen Weg finden, um an die Spitze zu gelangen.
Vom Jugendtrainer zum Videoanalysten
2007 begann Mousa seine Karriere als Jugendtrainer bei Sporting Lokeren und machte über Herman De Landtsheer seine ersten Schritte als Videoanalyst. Mousa hatte taktisches Verständnis und Computerkenntnisse und konnte sich dank Georges Leekens, der offen für Veränderungen war, weiterentwickeln. „Ich bekam den nötigen Freiraum, um Fehler zu machen und konnte mich so immer weiter verbessern“, erzählt Mousa. Sein neuer Karriereweg nahm allmählich Gestalt an.
Ein steiler Aufstieg
Seine Expertise brachte ihn dann zu Al Shabab unter der Leitung von Michel Preud'homme. Es folgten KRC Genk, der ägyptische Verein Al-Zamalek und die belgischen Nationalmannschaften (sowohl die Red Flames als auch die Rode Duivels) auf Wunsch des damaligen technischen Direktors Chris Van Puyvelde. Außerdem war er Teil des technischen Stabs vom RSC Anderlecht.
Liebe zum Beruf
Mousa liebt seinen Job als Videoanalyst. Es ist harte Arbeit, aber die Zufriedenheit ist groß. „Die Analysen erfolgen in vier Bereichen“, erklärt Mousa. „Ich analysiere einzelne Spieler anhand von Aktionsbildern und Daten, suche nach Stärken und Schwächen des Gegners, sammle Live-Bilder während des Spiels für schnelles Feedback in der Halbzeitpause und analysiere anschließend jeden Moment bis ins kleinste Detail.“ Jede Phase erfordert also Präzision, Timing und vor allem Verständnis. Etwas, das Mousa auf jeden Fall mitbringt. „Ein guter Videoanalyst muss stressresistent und vor allem vorausschauend sein. Man braucht immer einen Plan A, B, C und D.“
Ein neues Abenteuer in Marokko
Seine guten Leistungen mit den Nationalmannschaften in Belgien bleiben in Marokko nicht unbemerkt. Im Jahr 2022 erhält er das Angebot, als Videoanalyst für die marokkanische Nationalmannschaft zu arbeiten. Dank seiner doppelten Staatsbürgerschaft (belgisch/marokkanisch) lässt er sich diese Chance nicht entgehen. Seine guten Sprachkenntnisse kommen ihm zugute, denn die meisten marokkanischen Fußballer spielen in europäischen Vereinen. Man hört also Niederländisch, Französisch, Englisch, Spanisch und Arabisch.
Belgien bleibt immer noch ein bisschen seine Heimat
Inzwischen hat Mousa seinen Vertrag beim marokkanischen Fußballverband bis 2026 verlängert und ist darüber sehr glücklich. Er hofft, Marokko ins Halbfinale der Weltmeisterschaft zu führen. Am liebsten 2026 - oder sonst 2030.
Mousa kehrt regelmäßig nach Belgien zurück. „Belgien gehört immer noch zu meinen Top 3: weil der größte Teil meiner Familie dort lebt, weil ich dort so viele Chancen bekommen habe und weil dort alles so gut geregelt ist, auch im Bereich der sozialen Sicherheit zum Beispiel.“ Gerade diese soziale Sicherheit genießen er, seine Frau und ihre kleine Tochter jetzt auch in Marokko dank ihrer Mitgliedschaft bei der Überseeischen Sozialen Sicherheit..
Vielen Dank für das interessante Gespräch, Mousa! Wir werden Ihr Abenteuer in Marokko weiter verfolgen.
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